20.06.2016

Das Buch der von Neil Young Getöteten

Ausgangssituation: die neugeborene Tochter, deren Leiden an der Drei-Monats-Kolik ein Heilmittel kennt. Die endlose, regelmäßige Beschallung mit ausgewählten Songs von Neil Young - in maximaler Lautstärke. Anlass für Navid Kermani, sich auf Spurensuche zu begeben - und einen dieser für den Autor typischen Zusammenhänge zu stiften: zwischen Mystik und Rockmusik. weiterlesen

08.06.2016

Das Reich Gottes

Wie ist der christliche Glaube in die Welt gekommen? Durch welche - sozialen, politischen, philosophischen und auch ganz persönlichen - Bedingungen wurde das Christentum zu dem, wie es sich heute - repräsentiert durch die christliche Kirche - darstellt? Wie kommt man selbst dazu - wider besseres Wissen - zu glauben? Und was kommt, nachdem man diesen Glauben verloren hat? weiterlesen

09.02.2016

Michel Houellebecq: Ökonom

Von der Herrschaft der Individuen bis zum Untergang der Gattung: Bernard Maris über eine "Poetik am Ende des Kapitalismus". weiterlesen

01.02.2016

Einbruch der Wirklichkeit

Wie die Welt nach Deutschland kommt oder vom Wahnsinn des europäischen Asylsystems: Navid Kermani ist unterwegs auf der "Balkan-Route". weiterlesen

15.01.2016

Lazarus

David Bowie ist tot. Mein Versuch, die Verstörung in Worte zu fassen. weiterlesen

27.12.2015

Bücher des Jahres 2015 (3): Ungläubiges Staunen

Der Klappentext spricht gleich von einer "Islamisierung des Abendlandes". Navid Kermani zeigt eher, wie ein Dialog zwischen den Kulturen aussehen kann: mit kühlem Kopf und warmem Herz, voll Staunen und Begeisterung. Mein Buch des Jahres 2015. weiterlesen

21.12.2015

Bücher des Jahres 2015 (2): Glaube und Liebe

Nicht unbedingt von öffentlichem Interesse: die Liste der Bücher, die ich gelesen habe. Meine Chronik der gelesenen Bücher mag dennoch manchen zum Verweilen einladen - oder auf neue Bücher stoßen lassen. Ein Thema, das sich durch das letzte Jahr zieht wie ein roter Faden: der christliche Glauben. weiterlesen

14.12.2015

Bücher des Jahres 2015 (1): Ein Buch wie ein Energy Drink

Das Leben passt nicht zwischen zwei Buchdeckel. Aber es spiegelt sich in den gelesenen Büchern. Das Jahr 2015 bewegte ich mich zwischen Wissen und Glauben: der Nachvollzug einer Auseinandersetzung anhand ausgewählter Bücher. weiterlesen

11.11.2015

hin & weg: Ein Brief an Christoph Quarch

Ein Buch über "erotische Lebenskunst": Christoph Quarch erforscht in einer Reihe von Briefen, was es heißt, "in die Liebe" zu fallen und aus ihr heraus zu leben. Ich schreibe ihm einen Brief. weiterlesen

10.10.2015

Nicht wollen müssen

Was von all dem, was ich glaube tun zu müssen, muss ich wirklich tun? weiterlesen

Regalreihen ungelesener Bücher machen mich zornig
auf diese Welt,
die mich nicht in Ruhe lesen lässt.

Ein einzelnes Gedicht, dazwischengeschoben am Nachmittag,
und ich bin dankbar:
wenige Zeilen genügen, um mich zu mir zu bringen.

27.09.2015

12.08.2015

Korinthische Brocken

Der christliche Glaube: eine Dauerirritation? Annäherungen an ein Buch, das die Frage nach dem "Glauben" neu stellt - über die Verlusterfahrungen des Glaubens im Zuge der Säkularisierung und die Beliebigkeiten und Bequemlichkeiten von "Wellness"-Christentum und Esoterik hinaus. weiterlesen

09.08.2015

John Williams: Stoner

Was war falsch? Was war richtig? Wurden hier die Möglichkeiten eines Lebens nicht ausgenutzt? Ist Stoner, mittellos aufgewachsen auf einer Farm, lebenslang und ohne Karriereambitionen an der Universität angestellt, unglücklich verheiratet, in einer kurzen Phase seines Lebens glücklich verliebt - ist dieser Mann Mittelmaß, Versager, ein Feigling? Bei der Empathie, der Achtung, die der Autor seinem Protagonisten entgegenbringt, verblassen diese Fragen - sie erweisen sich diesem Leben gegenüber schlicht als unangemessen. weiterlesen

04.08.2015

Alles ist gut

Ich lebe nach wie vor in Erwartung eines Besseren. Ich erwarte die irgendwann eintreffende Bestätigung, das Erreichen eines Ziels. In all meinem Sein erwarte ich irgendwie, dass einmal jemand sagen werde: Es ist gut so. Dass es gut wird. Dass der Schein eines Sinnes auf die Dinge fällt, der alles rechtfertigt. Was im Umkehrschluss heißt: da ist etwas, das nach Rechtfertigung verlangt. Wenn etwas gut zu werden hat, ist es nicht gut. Da ist ein Mangel, ein Defizit. Ich lebe in Erwartung.

Doch was du erwartest, es tritt nicht ein: Die Dinge werden nicht besser. Die Welt ist, wie sie ist. Voll und ganz bei dem zu sein, was ist, es zu nehmen, wie es ist; nicht auf eine spätere Genugtuung zu schielen, sondern am Seienden Genüge zu finden, ohne Erwartung (Hoffnung, Verzweiflung): dann bist du da. Und lebst mit (in) dem, was ist.

Alles ist gut. Das nicht nur zu sagen, sondern zu leben: Schwere Aufgabe.

24.07.2015

Die Selbstüberschätzung des Einzelnen (und die Probleme der Anderen)

Wir sind gemeinsam, oder wir sind nicht. Hier haue ich mal ganz viel zusammen in einen Text, was irgendwie vielleicht gar nichts miteinander zu tun hat. weiterlesen