Michel Houellebecq: Ökonom
Von der Herrschaft der Individuen bis zum Untergang der Gattung: Bernard Maris über eine "Poetik am Ende des Kapitalismus".
Von der Herrschaft der Individuen bis zum Untergang der Gattung: Bernard Maris über eine "Poetik am Ende des Kapitalismus".
Wie die Welt nach Deutschland kommt oder vom Wahnsinn des europäischen Asylsystems: Navid Kermani ist unterwegs auf der "Balkan-Route".
Der Klappentext spricht gleich von einer "Islamisierung des Abendlandes". Navid Kermani zeigt eher, wie ein Dialog zwischen den Kulturen aussehen kann: mit kühlem Kopf und warmem Herz, voll Staunen und Begeisterung. Mein Buch des Jahres 2015.
Nicht unbedingt von öffentlichem Interesse: die Liste der Bücher, die ich gelesen habe. Meine Chronik der gelesenen Bücher mag dennoch manchen zum Verweilen einladen - oder auf neue Bücher stoßen lassen. Ein Thema, das sich durch das letzte Jahr zieht wie ein roter Faden: der christliche Glauben.
Das Leben passt nicht zwischen zwei Buchdeckel. Aber es spiegelt sich in den gelesenen Büchern. Das Jahr 2015 bewegte ich mich zwischen Wissen und Glauben: der Nachvollzug einer Auseinandersetzung anhand ausgewählter Bücher.
Ein Buch über "erotische Lebenskunst": Christoph Quarch erforscht in einer Reihe von Briefen, was es heißt, "in die Liebe" zu fallen und aus ihr heraus zu leben. Ich schreibe ihm einen Brief.
Der christliche Glaube: eine Dauerirritation? Annäherungen an ein Buch, das die Frage nach dem "Glauben" neu stellt - über die Verlusterfahrungen des Glaubens im Zuge der Säkularisierung und die Beliebigkeiten und Bequemlichkeiten von "Wellness"-Christentum und Esoterik hinaus.
Was war falsch? Was war richtig? Wurden hier die Möglichkeiten eines Lebens nicht ausgenutzt? Ist Stoner, mittellos aufgewachsen auf einer Farm, lebenslang und ohne Karriereambitionen an der Universität angestellt, unglücklich verheiratet, in einer kurzen Phase seines Lebens glücklich verliebt - ist dieser Mann Mittelmaß, Versager, ein Feigling? Bei der Empathie, der Achtung, die der Autor seinem Protagonisten entgegenbringt, verblassen diese Fragen - sie erweisen sich diesem Leben gegenüber schlicht als unangemessen.